WIE RICHTEN ÄUSSERE GERÄTE BEI MORBUS DUPUYTREN GEKRÜMMTE FINGER WIEDER AUF?

Verschiedene Forschergruppen haben externe Apparate entwickelt, die durch langsame, kontinuierliche Zugkraft kontrakturbedingt fixierte Finger schrittweise strecken. Obwohl die Geräte technisch unterschiedlich konstruiert sind – von Pins und Kirschner-Drähten über elastische Bänder bis hin zu einem pneumatisch aufblasbaren Ballon – beruhen alle auf demselben Grundprinzip: atraumatische, physiologische Dehnung statt abrupter chirurgischer Streckung.

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WAS PASSIERT IM GEWEBE?

Die dauerhafte, sanfte Zugkraft bewirkt eine strukturelle Umgestaltung der verkürzten Dupuytren-Stränge und der kollagenen Fasern. Es kommt zu einer gesteigerten Produktion abbauender Enzyme und einer Neustrukturierung von Kollagen. Die krankhaft veränderten Strukturen scheinen dabei schrittweise in ein früheres Stadium zurückzukehren. Gleichzeitig können sich auch die dorsal gelegenen Gewebe normalisieren, und da aktive Bewegungen während der Behandlung weiterhin möglich bleiben, wird die Gelenkernährung erhalten.

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WARUM IST DIE LANGSAMKEIT ENTSCHEIDEND?

Die graduelle Streckung über Wochen vermeidet Gefäß- und Nervenschäden, die bei plötzlicher operativer Streckung entstehen können. Je nach Methode wird die Durchblutung engmaschig überwacht – bis hin zur hyperspektralen Bildgebung in Echtzeit.

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ZIEL DER VORBEHANDLUNG

Die Distraktion dient meist als Vorbereitung für einen nachfolgenden, dann erleichterten chirurgischen Eingriff: Nerven und Gefäße liegen günstiger, Hautdefizite sind besser überbrückbar. Ohne Anschlussbehandlung bleibt die erreichte Streckung meist nicht dauerhaft erhalten.