Gut leben mit Dupuytren

Kollagenase bei Morbus Dupuytren: Warum USA und Deutschland nicht mehr vergleichbar sind

Der Beitrag vergleicht zwei minimalinvasive Behandlungsverfahren der Dupuytren-Krankheit: die Kollagenase-Injektion (Enzymtherapie) und die perkutane Nadelfasziotomie (PNF).

In den USA wurde die Enzymtherapie zeitweise stark verbreitet und führte zu einer hohen Nachfrage, ist dort aber inzwischen nur noch eingeschränkt verfügbar. Sie wirkt gezielt auf das erkrankte Gewebe, kann den verhärteten Strang auflösen und so die Beweglichkeit des Fingers verbessern. Allerdings bleibt umliegendes Gewebe unverändert, und es bestehen Risiken, wenn Nerven in der Nähe liegen.

Die PNF verfolgt ein ähnliches Ziel, nämlich die Durchtrennung des straffenden Bindegewebsstrangs, ohne das Gewebe vollständig zu entfernen. Beide Verfahren zeigen in Studien insgesamt vergleichbare Ergebnisse, weshalb keine klare Überlegenheit einer Methode nachweisbar ist.

Ein wichtiger Unterschied liegt im Risiko:

  • Bei der PNF besteht ein mögliches Risiko einer Nervenverletzung, insbesondere bei atypischen anatomischen Verläufen.
  • Die Enzymtherapie kann in bestimmten Situationen eine Alternative sein, da sie Nervenstrukturen weniger betrifft.

Insgesamt hängt die Wahl der Methode weniger von einer generellen Überlegenheit ab, sondern von Indikation, Anatomie, Erfahrung des Behandlers und Verfügbarkeit. In Deutschland ist die Enzymtherapie derzeit kaum verfügbar, weshalb die PNF und operative Verfahren im Vordergrund stehen.

Abschließend wird betont, dass sich die medizinische Versorgung weiterentwickeln sollte und minimalinvasive Verfahren künftig eine größere Rolle spielen könnten.

Ohne Enzymbehandlung nur 🙁 zweite Liga? #gutlebenmitdupuytren
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