In diesem Video spricht Jörg Pattke mit Tobias Gruber, Orthopädietechnikermeister, über die Entwicklungsstadien der DPT-Orthese und deren Einsatz bei Patienten.
- Entwicklung der Orthese:
- Beginn mit Kohlefaser, geeignet für den Daumen, aber riskant bei zu starker Krümmung (Splittergefahr).
- Weiterentwicklung mit Blattfedern von unten → zunächst nur teilweise wirksam, nur ca. 50 % Effekt.
- Einführung von bombiertem Stahl für sanftes Geradeziehen der Finger.
- Optimierungen: Gelenk, Polsterung entfernt, höherer Aufbau für freie Gelenke, Luftzufuhr für die Haut.
- 3D-Druck-Modelle als letzte Vorstufe vor Serienproduktion, Beschriftung der Stäbe zur Zuordnung.
- Endprodukt: seit Oktober offiziell verfügbar, modular einsetzbar für einzelne oder mehrere Finger.
- Funktion und Vorteile:
- Dorsale Schienenführung: Grundgelenke bleiben frei → Luftzufuhr und Beweglichkeit.
- Hilfsmittel zur Unterstützung und Stabilisierung, nicht Heilung.
- Sicher und risikoarm in der Anwendung, auch bei leichter Abnahme der Federkraft weiterhin wirksam.
- Anwendungshinweise:
- Therapieplan wird individuell angepasst, Dauer und Tageszeit der Nutzung richten sich nach Aktivitäten.
- Tragezeit typischerweise 2–3 Stunden am Stück, ggf. mehrmals pro Woche.
- Orthese kann gewaschen werden; regelmäßige Kontrolle der Federn durch Orthopädietechniker empfohlen.
- Nicht ideal beim Autofahren oder Tätigkeiten, bei denen Textilmaterialien stören.
- Erfahrungen und Tipps:
- Gute Patientenresonanz, keine Schäden oder Brüche bisher.
- Modularität erlaubt Anpassung an individuelle Fingerkrümmungen.
- Einbindung von Nutzerfeedback während der Entwicklung führte zu Verbesserungen (z. B. Schnallenplatzierung).
Kernaussage: Das Video zeigt anschaulich, wie aus Prototypen ein marktreifes, sicheres und wirksames Hilfsmittel zur Unterstützung bei Dupuytren wurde, und vermittelt praktische Hinweise für den sicheren Einsatz der Orthese.
Making of: die spannende Geschichte hinter der DPT-Orthese @duplife
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