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Ein Blick über den Tellerrand

Gedanken eines Kollegen aus Großbritannien in Zeiten von Corona

In einer Zeit der Abschottung, in der Reisen, freilich aus gutem Grund, eingeschränkt werden müssen, wird noch einmal stärker deutlich als sonst, wie wichtig es ist, über den eigenen Tellerrand schauen zu können. Forscher, Ärzte und Wissenschaftler, die sich eigentlich im letzten Jahr in Oxford treffen wollten, um die neuesten Erkenntnisse zur Dupuytrenkrankheit zu diskutieren, mussten vertröstet werden: die Konferenz soll in diesem Jahr nachgeholt werden, und zwar digital. Einen Vorgeschmack auf diese Form des Austauschs gab es vor wenigen Tagen bei der Internationalen Dupuytren-Society. Bei dieser Gelegenheit präsentierte ein britischer Kollege, was ihn in der aktuellen Lage bewegt. Er hat mir gestattet, diesen Vortrag im Rahmen dieses YouTube-Kanals zu wiederholen. 

Wer ist der Richtige?

Wenn die Erkrankung bei Ihnen soweit fortgeschritten ist, dass keine andere Methode mehr helfen kann, dann brauchen Sie eine vermutlich Operation und einen guten Operateur. Normalerweise hilft Ihnen der Hausarzt oder die Hausärztin und gibt Ihnen eine Empfehlung. Wenn sie aber eigenständig auf die Suche nach einem Chirurgen gehen wollen, dann finden Sie in diesem besonderen Fall keine Hilfestellung auf den Seiten der Deutschen Dupuytren Gesellschaft. In diesem Video erzähle ich Ihnen, was sie stattdessen tun können.

Das war 2020

Das Jahresende ist wie ein Zieleinlauf. Können wir mit dem Erreichten zufrieden sein, oder gibt es Anlass, den Kurs zu korrigieren? Anfang 2020 habe ich diesen YouTube-Kanal gestartet und nicht gewusst, was passieren würde. YouTube schickte mir vor ein paar Wochen eine euphorische Bilanz. Grund genug also, die Reihe fortzusetzen? 

Telemedizin

Die Möglichkeit, sich mit heutzutage allgemein verfügbaren technischen Mitteln über weite Distanzen von Experten untersuchen und beraten zu lassen, ist für immer mehr Menschen interessant. Aufwendige Reisen und Wartezeiten entfallen. Mein Eindruck ist, dass besonders solche Patienten davon profitieren können, bei denen die Dupuytrenkrankheit gerade erst begonnen hat, wo also lediglich Knoten entstanden sind. Für diese Situation hat Prof. Seegenschmiedt, ein erfahrener Strahlentherapeut, eine frappierend einfache Lösung gefunden.

Unter dem Mikroskop

Wenn wir Gewebe entfernen, schicken wir es anschließend in die Pathologie. Bei der Dupuytren-Krankheit bestätigt der Pathologe dann nicht nur die Diagnose, sondern er beschreibt auch das Krankheitsstadium. Was sich dahinter verbirgt, erzähle ich Ihnen heute.

Strahlentherapie

Viele Dupuytren-Patienten können von einer Bestrahlung profitieren. Ich freue mich, Ihnen Prof. Keilholz aus Bayreuth vorstellen zu können. Er ist seit vielen Jahren Experte für diese Erkrankung und wird uns in diesem Interview erklären, was man als Patient dazu wissen sollte.

Enzymtherapie nicht verfügbar. Behandlung in Deutschland nur zweite Liga?

Aktuell können wir unsere Dupuytrenpatienten nicht mit Kollagenase behandeln. Das Medikament wird ausschließlich in den USA verkauft, America first, sozusagen. Werden die Patienten in Deutschland deshalb schlechter behandelt? Das ist sicherlich so pauschal nicht richtig und außerdem gibt es noch ein ganz anderes Problem für Amerikaner: viele haben keine Krankenversicherung. Was es sonst noch zu bedenken gibt, schildere ich in diesem neuen Video.