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UPDATE: Was? Wann? Wie?

Der Zeitraum, in dem sich das Wissen der Menschheit verdoppelt, wird immer kürzer. 1950 waren es 50 Jahre, 1980 sieben Jahre, 2010 knapp vier Jahre und Experten schätzen, dass sich das Wissen im Jahr 2020 innerhalb von nur 73 Tagen verdoppelt hat. Gerade in der Medizin war der Wissenszuwachs in den vergangenen Jahrzehnten enorm (Bayerische Landesärztekammer).

Wenn so viel in Bewegung ist: gibt es dann auch Fortschritt bei der Dupuytrenkrankheit? Ist mein Video über den „richtigen Zeitpunkt“, welches ich vor drei Jahren produziert habe, noch aktuell?

Fall der Woche: Herr Wolf berichtet

Vor kurzem hatte ich Sie gefragt, welche Art von Clips Sie in Zukunft am liebsten sehen möchten. Mit 71 % ist die Kategorie Der Fall der Woche – eine individuelle Behandlung eindeutige Siegerin geworden. Damit habe ich eigentlich gar nicht gerechnet. 

Aber natürlich habe ich trotzdem eine interessante Geschichte für Sie.  

Heute erzähle ich Ihnen von Herrn Wolf, einem Patienten, bei dem die Dupuytrenkrankheit schon zu Streckblockaden an zwei Fingern der rechten Hand geführt hatte. Eigentlich hatte er in der Hoffnung, noch für eine weniger invasive Behandlung wie die PNF in Frage zu kommen, einen relativ langen Weg auf sich genommen. Für eine Nadelfasziotomie kam er aber  leider nicht infrage. Die Verwachsungen in seiner Hand waren dafür leider schon zu ausgeprägt. 

Ich hatte schon einmal ein kurzes Video zu dieser Frage gemacht, Pasta-Freunde werden sich erinnern. 

Es blieb also nur die Operation. 

Bei Herrn Wolf konnte ich eine besonders schonende Variante anwenden, bei der man mit sehr wenigen Schnitten auskommt. Was es damit auf sich hat, werde ich in einer der nächsten Folgen etwas ausführlicher beschreiben.

Eine weitere Besonderheit ist, dass Herr Wolf die Behandlung mit eigenen Video Clips eindrucksvoll dokumentiert hat. Er erzählt selbst, wie es ihm am Tag vor der Operation und dann in den Wochen danach erging. 

Ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er mir seine Aufnahmen für diesen Kanal zur Verfügung gestellt hat. Sie sollten sich das anschauen, authentischer gehts nicht!

Dumm gelaufen: OP misslungen?

Zweimal kamen in dieser Woche neue Patienten und zeigten Knoten in ihren Händen, die nach einer Operation gewachsen waren. Es waren Dupuytrenknoten. Sie waren enttäuscht und dachten, die OP sei schlecht gemacht worden – so ist es aber nicht. In einem Clip hatte ich das schon einmal erklärt.  Wer die Veranlagung zur Dupuytrenkrankhei hat, kann solche Knoten entwickeln, wenn zum Beispiel eine Operation den entsprechenden Reiz auslöst.

Wer einen schnellenden Finger hat, sollte sich vielleicht lieber erst einmal mit einer Cortisonspritze behandeln lassen. Dann ist die Gefahr in der Knotenbildung geringer, wie diese aktuelle Studie herausgefunden hat. Und wenn dann doch eine OP sein muss, sollte der Operateur möglichst peripher schneiden, um eine Verletzung der Faserplatte zu vermeiden. Ich mache das so und habe bislang noch keine neu aufgetretenen Knoten gesehen.

Das Makkaroni-Problem

Traditionell entscheidet man bei der Frage, wann und wie eine Dupuytrenerkrankung behandelt werden soll, nach dem Grad der Streckblockade. Heute achtet man auch auf andere Dinge. Das wird in diesem kurzen Video besprochen. Es geht also nicht darum, wie man sich am besten ernährt: Pasta-Freunde: genießt weiter! Ich tu’s auch!

And here the same in English:

Nachts in der Klinik

Vielen Dank an Karen Strempel für ihr Verständnis, als die Dupuytren-OP um einen Tag verschoben werden musste. Notfälle waren dazwischengekommen.

Frau Strempel erzählte mir, dass Sie vorher noch nie in einem Krankenhaus übernachten musste. Nun also das erste Mal, und das auch noch freiwillig, ohne wirklich Patientin zu sein. Ein merkwürdiges Gefühl.

Als Laie stellt man sich vor, ein Künstler verarbeitet so etwas sogleich und so war es auch. Hier sehen Sie das Bild, das sie bei dieser Gelegenheit kreiert hat. Sehen Sie das Problem, weswegen sie operiert werden muss?

Zusätzlich sie hat sogar Bezüge zu Nürnberg untergebracht. Sehr schön!

Ich bin mir sicher, dass Ihnen dieses Bild gefällt, schauen Sie deshalb unbedingt auch ihre Webseite an: http://trickfilmlounge.de

Ach ja, und es gibt dazu wieder ein Video, diesmal ein besonderes kurze (mein erstes „Shorts“):

Unser Patientenratgeber ist da!

Zusammen mit Dr. Wolfgang Wach, dem Vorsitzenden der Deutschen Dupuytren-Gesellschaft, habe ich einen Ratgeber für Patienten und interessierte Menschen geschrieben, die sich in leicht verständlicher Form über die Dupuytrenkrankheit informieren möchten.

Das Buch ist im Springer-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich. Als Softcover-Buch kostet es 22,99 €, als eBook nur 16,99 €.

Die bisherigen Reaktionen sind sehr positiv, vielen Dank dafür!

Wundermittel VERAPAMIL?

Vor kurzem erreichte mich eine Email, in der es um den Morbus Ledderhose, also die Knotenbildungen an der Fußsohle, geht. Der Patientin geht es um die Frage, ob das in den USA offenbar erfolgreich eingesetzte Verapamil-Gel auch in Deutschland bekannt und erhältlich ist. Weil das sicherlich viele Betroffene interessiert, antworte ich mit einem neuen Video.

Schneller geht es wirklich nicht!

Vier Stunden nach einer PNF Gitarre spielen können

Wenn Sie sich fragen, wie lange es dauert, bis man sich von einer Nadelfasziotomie erholt hat, sollten Sie sich das folgende anhören.

Vielen Dank an meinen Patienten für diese tolle Idee!

Das war’s schon. Bleiben Sie gesund, Ihr Bert Reichert

Hautheilung nach einer Operation

Frische Wunden, zum Beispiel nach einer Dupuytren-Operation, soll man schützen soll. Erst nachdem die Hautfäden entfernt worden sind, darf man sich dort wieder waschen. Bis dahin schichten sich Hornschuppen auf, die sonst beim Händewaschen entfernt worden wären.

So bleibt der Spalt der ursprünglichen Wunde äußerlich sichtbar und die Ränder wölben sich auf, was Patienten manchmal verunsichert.

Herr Plachta hat das mit täglichen Fotos dokumentiert. 

Schauen sie selbst!