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Schienenruhigstellung: Sinn oder Unsinn?

Eine Einführung in das Thema

Es ist durchaus umstritten: ist es von Vorteil für den Patienten, wenn er nach einer PNF eine statische Extensions-Nachtschiene trägt? Was bedeutet dieses Wort-Ungetüm überhaupt?
Dies ist das erste Video zu einem interessanten Themenkomplex, der weitere Videos umfassen wird. Beispielsweise den Besuch in einem Sanitätshaus und auch ein Interview mit einem Patienten. Außerdem ist ein Gespräch mit einem Entwickler geplant, der ein vollkommen neues Konzept erarbeitet hat.

Zu Gast im Sanitätshaus

Begleiten sie mich beim Besuch in einem der großen Nürnberger Sanitätshäuser, wo ich den Bereichsleiter für Orthopädietechnik Tobias Gruber treffe. Er zeigt mir verschiedene Modelle, die zur Anwendung in der Nacht nach einer Dupuytrenbehandlung gedacht sind.

Effektive Schienenbehandlung über 10 Jahre

In diesem Interview berichtet mein Patient Herr Eckert über die Behandlungen beider Hände vor 10 Jahren und vor allem über seine Erfahrungen mit der konsequenten Anwendung von Nachtschienen seither. Er hat keinerlei Probleme und führt das Ausbleiben neuer Verkrümmungen auf die kontinuierliche Anwendung von Nachtschienen zurück.

Wann ist ein Patient zufrieden?

Vor zehn Jahren gingen wir beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie in Nürnberg erstmals der Frage nach, ob das, was wir Chirurgen richtig finden, unsere Patienten möglicherweise ganz anders sehen. 

Das wurde in einer soeben erschienen Studie aus den Niederlanden eindrucksvoll bestätigt. Patienten finden Dinge wichtig, die Chirurgen in diesem Zusammenhang weniger relevant erscheinen: den Anblick ihrer Hand.

Wieso trifft es mich, ist Vorbeugung möglich?

Es gibt viele Gerüchte über die Frage, wieso man an der Dupuytren-Kontraktur erkrankt. in diesem Abschnitt bespreche ich die verschiedenen Themen und füge gesicherter Erkenntnisse dazu an – sofern es denn solche gibt.
Dazu gehört immer auch die Frage, ob man Empfehlungen ableiten kann, wie man sich denn verhalten sollte, damit die Erkrankung sich möglichst nicht weiter verschlechtert. 

Mechanische Auslöser?

Im ersten Video geht es darum, ob Verletzungen die Erkrankung auslösen können, oder auch mechanische Beanspruchungen. Und was soll man daraus für Konsequenzen ableiten? Darf man nicht mehr Tennis oder Golf spielen?

Studien richtig lesen

Korrelationsanalysen können dazu verleiten, Zusammenhänge zu sehen, wo eigentlich keine sind. Das sollte man wissen, bevor man Häufungen von Beobachtungen zu Gesetzmäßigkeiten erklärt. 

Hier wird erklärt, weshalb es zwar Assoziationen zwischen verschiedenen Krankheitsbildern und dem M. Dupuytren gibt, dies aber keine Belege für eine Kausalität sind.

Gut aufgeklärt!

Vertrauen durch Aufklärung

In diesem Video geht es um den Sinn hinter einem Aufklärungsgespräch. Nutzt man diese Gelegenheit richtig, so kann aus einem fruchtbaren Gespräch ein wichtiger Baustein für ein tragfähiges Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient werden.

Risiken und Gefahren

Das zweite Video widmet sich konkreten Komplikationsmöglichkeiten und deren Häufigkeiten, je nachdem, welche Methode angewandt wird.

Aussichten

Im letzten Abschnitt geht es um die Erfolgsaussichten der vorgestellten Behandlungsformen.

Bitte fragen Sie!

In diesem Video ruft Prof. Reichert dazu auf, sich mit Fragen und Kommentaren an ihn zu wenden. So können möglicherweise interessante Ideen für neue Videos generiert werden.

Prof. Reichert ruft die Patienten dazu auf, eine entsprechende Aufklärungskultur einzufordern und dazu beizutragen, dass sich die Anzahl der Ärzte, die z.B. eine Nadelfasziotomie anbieten, erhöht.

Bleiben Sie entspannt!

Nie werde ich das vergessen: ein enthusiastischer Patient wollte mir demonstrieren, wie erfolgreich er die zunehmende Verkrümmung seiner Finger mit Liegestützen bekämpfte – sehr eindrucksvoll!

Zwar ein Einzelfall, aber: sehr viele Patienten denken intuitiv, das Überdehnen von Fingern, die durch die Dupuytren-Erkrankung nicht mehr frei streckbar sind, sei wichtig, damit der Bewegungsverlust nicht weiter zunehme.

Leider liegen diese Leute damit falsch. Bestimmte Zellen, die im erkrankten Gewebe leben, produzieren unter Stress (also: Zugspannung) immer mehr Kollagen. Letztendlich wird der Verlauf der Erkrankung dadurch beschleunigt.

Sehen Sie selbst: