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Ein Diathese-Patient erzählt

Einige wenige Patienten erkranken sehr früh im Leben an der #Dupuytren-Kontraktur. Die Erkrankung verläuft ungewöhnlich aggressiv, breitet sich rasch über die ganze Hand aus und betrifft dann oft beide Seiten. Der Umgang mit der Erkrankung ist anspruchsvoll, auch für den Arzt. Es ist nicht unbedingt ratsam, nur die Standardmethoden anzuwenden. In diesem Interview berichtet Herr Gleichmar über seine Erfahrungen. Er ist ein besonders interessanter Patient, der schon alle bekannten Methoden zur Behandlung der Morbus Dupuytren erlebt hat. Besonders wichtig ist ihm, dass es nicht nur auf die eigentliche Behandlung ankommt, sondern auch auf die #Dupuytren Übungen danach. Sehen Sie selbst! 

Fünf Monate nach der Operation

Ein Patient berichtet, wie es ihm geht.

Vor fünf Monaten führte ich bei Herrn Schmidschneider eine Dupuytren-Operation durch. Der Eingriff wurde damals gefilmt und ist Teil des Videos zum Thema „Z-Plastik“. 

Ich bin Herrn Schmidschneider sehr dankbar dafür, dass er extra für ein Interview noch einmal zu mir gekommen ist. 

In dem Gespräch geht er auf den Eingriff, und auch auf die Zeit danach ein. 

Narkose! Oder nicht?

Sie wissen ja, die Perkutane Nadelfasziotomie bei Morbus Dupuytren führt man nicht in einer vollständigen Schmerzfreiheit durch, denn der Patient muss im Zweifelsfall noch fühlen können, wenn man seine tiefliegenden Nervenstrukturen irritiert. Das ist anders bei der normalen oder auch klassischen Operation. Hier benötigen wir zuverlässig eine vollständige Schmerzfreiheit. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, das habe ich mit unserem Anästhesie-Oberarzt am Klinikum Nürnberg, Dr. med. Hauke Vogler, besprochen.

Verlauf der Erkrankung

Was ist typisch? Kann man Prognosen abgeben?

Eigentlich gilt es für alle Krankheiten: einen gesetzmäßigen, bei allen betroffenen Patienten immer gleichen Ablauf, gibt es nicht. So ist es auch bei der Dupuytren-Erkrankung. Trotzdem kann man einige typische Merkmale beschreiben. Und auch  Abweichungen davon, die wieder eigene Besonderheiten haben. 

Typical Course and Prognosis?

Typical Course and Prognosis?

The same is true for all diseases: there is no single course like a pattern that all affected patients will follow. This also applies to Dupuytren disease. Nevertheless, there are a few characteristic features that are well known. And also variations, which again have their own characteristics. More on that in a moment.

Macht Dupuytren eigentlich Schmerzen?

Prinzessin auf der Erbse?

Glücklicherweise ist die Dupuytrenerkrankung nicht mit Schmerzen verbunden, eigentlich. Dass das so nicht ganz stimmt, möchte ich Ihnen heute berichten.

Man kennt es auch von Tumorerkrankungen: das langsame Wachsen solcher Gewebsneubildungen verursacht eigentlich keine unmittelbaren Schmerzen. So ist es auch bei der Dupuytrenerkrankung. Wenn sich die knotigen Verhärtungen neu bilden, fällt das lange Zeit gar nicht auf. Die häufigste Stelle, an der so etwas passiert, ist der Handteller und zwar auf der Höhe des Ringfingers.

In Andersens ins Märchen ist es eine Prinzessin, die man an dieser außergewöhnlichen Sensibilität erkennen kann. Aber auch im wahren Leben haben die Menschen ein stark unterschiedliches Schmerzempfinden. Einfach gesagt: die Menschen erleben diese Dinge sehr unterschiedlich. Darauf müssen wir Handchirurgen dann individuell eingehen.

Eigentlich sind wir mit Handoperationen zurückhaltend, weil wir wissen, dass die Erkrankung dadurch nicht dauerhaft beseitigt wird, und wenn sie an derselben Stelle wieder nachwächst, ist es für Patienten aber auch für uns Handchirurgen unangenehm. Trotzdem kann es auch einmal gerechtfertigt sein, in einem sehr frühen Krankheitsstadium eine Operation durchzuführen, nämlich dann, wenn der Patient individuell stark beeinträchtigt ist. Ein solches Beispiel stelle ich Ihnen hier vor.

 

 

Princess and the Pea

Dupuytren disease is not associated with pain. Actually. This is not entirely true. Some people complain from pain that is caused by pressure. See this video and watch, how the diseased tissue is removed in an operation.

Ambulant oder stationär?

Gelegentlich entsteht die Frage, ob man nach einer Behandlung wegen eines Morbus Dupuytren im Krankenhaus bleiben muss. Das ist nur selten nötig, Beispiele dafür beschreibe ich in diesem Video. Zwei Dinge kennzeichnen unser Gesundheitssystem:

1. „Ambulant vor stationär“

Nur wenn ein Behandlungsziel nicht durch eine ambulante Behandlung erreicht werden kann, haben Patienten einen Anspruch auf vollstationäre Behandlung (§ 39 SGB V).

2. „Freie Arztwahl“

Gesetzlich versicherte Patienten können die sie behandelnden Ärzte frei wählen, solange diese an der vertragsärztlichen Behandlung teilnehmen. (§ 76 SGB V). Als Krankenhausarzt trifft das auf mich nicht zu. Wenn Sie als Kassenpatient eine ambulante Behandlung bei mir wünschen, kann ich Sie gern als Selbstzahler behandeln. Eine Abrechnung mit Ihrer Krankenversicherung ist nicht ohne weiteres möglich.

Stationäre Behandlungen müssen grundsätzlich medizinisch begründet sein.