In diesem Beitrag wird die Bedeutung der Kernspintomographie (MRT) in der Medizin und insbesondere in der Handchirurgie erläutert – mit der Frage, ob diese Untersuchung auch bei der Dupuytren-Erkrankung sinnvoll ist.
Das MRT eignet sich grundsätzlich sehr gut zur Darstellung von Gewebe im Körper und kann unter anderem Tumoren, Verletzungen oder Sehnenprobleme sichtbar machen. Auch Veränderungen bei Morbus Dupuytren lassen sich damit theoretisch darstellen, wie ein klinisches Beispiel zeigt.
Trotz dieser Möglichkeiten wird deutlich: Für die Diagnose der Dupuytren-Erkrankung ist ein MRT in der Regel nicht notwendig. Die Erkrankung kann meist klinisch, also durch Untersuchung und Tastbefund, sicher erkannt werden.
Aktuelle Auswertungen und Studien zeigen zudem, dass bildgebende Verfahren wie MRT oder Ultraschall in der Routine-Diagnostik keinen zusätzlichen Nutzen bringen, aber erhebliche Kosten verursachen. Auch zur Einschätzung minimalinvasiver Behandlungen konnte bislang kein klarer Vorteil durch solche Untersuchungen nachgewiesen werden.
Daher gilt: Die Diagnose und Beurteilung der Dupuytren-Erkrankung erfolgt in der Regel ohne aufwendige Bildgebung – auch im Sinne einer wirtschaftlichen und sinnvollen Nutzung der Gesundheitsressourcen.