In dem Video spreche ich mit Dr. Mike Rüttermann, einem international anerkannten Experten für die Dupuytren-Krankheit, über die Frage, ob Menschen mit dieser Erkrankung eine verkürzte Lebenszeit haben.
- Ausgangsfrage:
Eine Patientin war besorgt, weil sie online gelesen hatte, dass Betroffene früher sterben würden. Bert Reichert war überrascht, da Dupuytren keine lebensbedrohliche Erkrankung wie Krebs ist. - Frühere Studien:
- Ältere Studien zeigten teilweise eine höhere Sterblichkeit bei Patienten, die überwiegend aus Krankenhäusern oder speziellen Kliniken stammten.
- Diese Studien sind nicht repräsentativ für den Durchschnitt aller Betroffenen und enthalten methodische Einschränkungen.
- Neue Studie und moderne Methoden:
- Die aktuelle Forschung verwendet Propensity-Score-Matching, also den Vergleich von Patienten mit Dupuytren mit ähnlich gelagerten Patienten ohne Dupuytren (Alter, Geschlecht, Gewicht, weitere Erkrankungen, Lebensstil).
- So können Verzerrungen durch andere Faktoren besser ausgeschlossen werden.
- Ergebnisse:
- Innerhalb eines 5-Jahres-Zeitraums zeigte die neue Studie, dass die Sterblichkeit von Dupuytren-Patienten nicht höher ist, teilweise sogar etwas niedriger als bei Vergleichspatienten.
- Langfristige Aussagen über Zeiträume über 5 Jahre hinaus sind noch nicht verfügbar.
- Fazit für Patienten:
- Die Befürchtung einer verkürzten Lebenszeit ist nach aktueller Evidenz unbegründet.
- Informationen aus älteren Studien sind heute durch neuere, methodisch robustere Forschung ersetzt worden.
- Weiterführende Infos:
- Interessierte Patienten können sich beim Newsletter der Deutschen Dupuytren-Gesellschaft über aktuelle Studien und Beiträge informieren.
Kernaussage: Dupuytren erhöht nicht die Sterblichkeit, und Patienten können beruhigt sein, auch wenn ältere Quellen anderes nahelegen.
Verkürzte Lebenszeit? @duplife
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