Gut leben mit Dupuytren

Morbus Dupuytren: Krankheitsstadien nach Vernon Luck – Knötchen, Stränge & moderne Therapie

Der Beitrag erklärt die Entstehung und Entwicklung der Dupuytren-Krankheit anhand der historischen Arbeiten des Chirurgen Vernon Luck, der bereits früh die Krankheitsstadien systematisch untersucht hat.

Bei der Erkrankung beginnt alles mit Knoten in der Handinnenfläche, aus denen sich später bindegewebige Stränge entwickeln, die die Streckfähigkeit der Finger einschränken. Luck beschrieb, dass die Erkrankung nicht linear verläuft, sondern in Phasen stagniert oder sich teilweise zurückbilden kann.

Er unterschied drei Stadien:

  1. Proliferationsstadium:
    Starke Zellvermehrung (Fibroblasten), Bildung neuer Knoten, meist noch ohne Bewegungseinschränkung.
  2. Involutionsstadium:
    Umbau des Gewebes, Knoten schrumpfen, Zellen richten sich entlang von Spannungsrichtungen aus. Gleichzeitig beginnt die Zugwirkung auf die Umgebung.
  3. Residualstadium:
    Kaum noch Zellen vorhanden, nur noch Kollagenfasern. Die Erkrankung ist weitgehend „ausgebrannt“, die Fingerkontraktur bleibt jedoch bestehen.

Historisch empfahl Luck, frühe Knoten operativ zu entfernen. Heute weiß man jedoch, dass solche Eingriffe durch Wundheilung auch das Fortschreiten der Erkrankung fördern können, weshalb andere Ansätze bevorzugt werden.

Abschließend wird erwähnt, dass moderne Behandlungen teilweise wieder an historische Ideen anknüpfen – etwa die Durchtrennung von Strängen (z. B. per Nadeltechnik) statt großflächiger Entfernung des Gewebes

☝️ Morbus Dupuytren unter dem 🔬Mikroskop #gutlebenmitdupuytren
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